renvory°
Fahrrad- & E-Bike-Verleih

Fahrradverleih-Software: Worauf es bei Größen, Poolflotte und Rückgabe-Check ankommt

4 Min. LesezeitYJAR GmbH

Ein Fahrradverleih ist buchungstechnisch anspruchsvoller, als er von außen wirkt. Eine Ferienwohnung wird pro Nacht an eine Partei vermietet; ein Verleih gibt zwanzig ähnliche, aber nicht gleiche Räder stundenweise an wechselnde Kunden aus - mit Größen, Akkus, Kindersitzen und einer Werkstatt, die ständig einzelne Räder aus dem Verkehr zieht. Software, die für Ferienwohnungen oder Eventtechnik gebaut wurde, scheitert im Radverleih meist an drei Stellen: Größen, Poolflotte und Rückgabe. Auf diese drei lohnt es sich bei der Auswahl zu achten.

1. Größen: Bestand pro Rahmengröße, nicht pro Modell

Das häufigste Missverständnis: „Wir haben zehn E-Bikes.“ Für die Buchung gibt es keine zehn E-Bikes, sondern drei in S, vier in M und drei in L - und wer am Samstag ein M braucht, hilft sich nicht mit einem freien L. Die Software muss den Bestand deshalb pro Größe führen, sonst nimmt sie Buchungen an, die am Tresen nicht erfüllbar sind.

In Renvory wird jede Größe als eigenes Angebot mit eigenem Bestand angelegt: „E-Bike Trekking, Größe M - Bestand 4“. Das ist bewusst einfach gehalten; eine Varianten-Matrix aus Farbe und Größe gibt es nicht. Dafür ist die Verfügbarkeit pro Größe jederzeit exakt, und Kunden filtern im Buchungswidget nach Kategorie (E-Bike, Kinderrad, Lastenrad), statt sich durch eine lange Liste zu scrollen. Drei Regeln, die sich bewährt haben:

  • Einheitliche Benennung: „Modell, Größe“ in immer derselben Reihenfolge - dann sortiert sich die Liste von selbst.
  • Größenangabe mit Körpergröße: „M (165-180 cm)“ spart die häufigste Rückfrage.
  • Kinderräder und Anhänger als eigene Kategorie, nicht als Größe eines Erwachsenenrads.

2. Poolflotte und benannte Räder: beides, aber getrennt

Viele Systeme zwingen zu einer Entscheidung: entweder anonyme Stückzahl („4 verfügbar“) oder jedes Rad als eigenes Objekt mit eigenem Kalender. Beides ist für sich allein falsch. Die anonyme Stückzahl ist für die Buchung richtig - der Kunde bucht „ein E-Bike in M“, nicht „Rad Nr. 7“. Für Werkstatt, Kaution und Diebstahlfall braucht es aber das konkrete Rad mit Rahmennummer.

Renvory trennt das sauber: Der Bestand pro Angebot bestimmt allein die Verfügbarkeit. Zusätzlich - und optional - lassen sich benannte Exemplare anlegen („Rad Nr. 7, Inventaraufkleber 0042“). Das konkrete Exemplar wird erst beim Check-in der Buchung zugeordnet, denn vorher weiß am Tresen niemand, welches Rad gerade greifbar ist. Ein Exemplar, das auf „Wartung“ oder „ausgemustert“ steht, lässt sich nicht mehr zuordnen; die Verfügbarkeit im Widget bleibt davon aber unberührt, bis der Bestand des Angebots angepasst wird. Das ist Absicht: Ob ein Rad in der Werkstatt den buchbaren Bestand senken soll, entscheidet der Betrieb, nicht der Algorithmus.

Für den Alltag heißt das: Am Tresen wird das Angebot per Barcode gescannt und das konkrete Rad über seine Inventarnummer der Buchung zugeordnet; das Übergabeprotokoll mit Fotos und Unterschrift hängt damit am richtigen Rad. Wer später einen Schaden geltend machen will, weiß, welches Rad bei welchem Kunden war.

3. Rückgabe-Check: Zeit, Zustand, Werkstatt

Die Rückgabe ist der Moment, in dem im Radverleih das meiste Geld verloren geht - durch nicht bemerkte Schäden, zu knapp getaktete Folgebuchungen und Räder, die in der Werkstatt vergessen werden. Ein guter Rückgabe-Check hat drei Ebenen.

Zeit: stundengenau buchen, Puffer einplanen

Ein Radverleih rechnet in Stunden und halben Tagen, nicht in Kalendertagen. Die Software muss deshalb echte Abhol- und Rückgabezeiten kennen - entweder frei wählbar im Viertelstundenraster oder als feste Zeitfenster („Abholung 10 Uhr, Rückgabe 17 Uhr“), wenn der Betrieb es so möchte. Dazu gehört eine Pufferzeit nach jeder Rückgabe: 30 Minuten für Kontrolle, Akku laden, Sattel umstellen. In Renvory wird der Puffer pro Angebot in Minuten hinterlegt und bei der Verfügbarkeit automatisch berücksichtigt; ein Rad, das um 17 Uhr zurückkommt, ist dann erst ab 17:30 Uhr wieder buchbar.

Zustand: Rückgabeprotokoll gegen Übergabeprotokoll

Bei der Rückgabe wird dasselbe Protokoll noch einmal erstellt wie bei der Ausgabe: Fotos, Zustandsnotiz (Akkustand, Zubehör vollständig?), Unterschrift. Erst der Vergleich beider Protokolle belegt, ob ein Schaden neu ist. Wird einer festgestellt, gehört er als Schadensmeldung mit Betrag an die Buchung - und die Kaution wird nur in dieser Höhe eingezogen. Wie das mit einer Kartenvorautorisierung sauber läuft, beschreibt der Artikel Kaution beim Verleih rechtssicher regeln.

Werkstatt: Wartungshistorie und Sperre

Ein Rad mit Problem muss sofort aus dem Verkehr - nicht per Zettel am Lenker, sondern im System. In Renvory bekommt das Exemplar den Status „Wartung“ und das Angebot einen Eintrag in der Wartungshistorie (Was war? Was wurde gemacht?). Die Historie zeigt nach einer Saison, welche Modelle Ärger machen und welche Räder ausgemustert gehören. Ist ein Zeitraum ausgebucht, können sich Kunden im Widget auf eine Warteliste setzen und werden automatisch benachrichtigt, sobald wieder Bestand frei wird - etwa durch eine Stornierung.

Checkliste für die Software-Auswahl

  • Bestand pro Größe mit exakter Verfügbarkeit, Kategorie-Filter im Buchungswidget
  • Anonymer Pool für die Buchung plus benannte Exemplare mit Status für Werkstatt und Kaution
  • Abholung und Rückgabe nach Uhrzeit, feste Zeitfenster optional, Pufferzeit pro Angebot
  • Übergabe- und Rückgabeprotokoll mit Fotos und digitaler Unterschrift am konkreten Rad
  • Kaution als Kartenvorautorisierung mit Teileinzug, Schutzpaket als Option
  • Wartungshistorie, Warteliste bei ausgebuchten Terminen
  • Buchungswidget per Embed-Code in die bestehende Website, unabhängig vom CMS

Wer bisher mit einem WordPress-Plugin oder einer reinen Storefront-Lösung arbeitet, findet in den Vergleichen Renvory oder Vik Rent Items und Renvory oder Rentle eine Einordnung, was diese Systeme können und wo sie an der Rückgabe oder der Poolflotte enden. Renvory lässt sich 14 Tage kostenlos testen - die Preise stehen offen auf der Website, pauschal pro Betrieb und nicht pro Rad.

Renvory unverbindlich testen

14 Tage kostenlos, keine Kreditkarte nötig · Preise offen auf der Website.